2021 Italien, Albanien, Mazedonien, Bulgarien

20.6. Endlich geht es los. Cali oder Mogli? Gar nicht so einfach, da wir jedoch länger unterwegs sein wollen, entscheiden wir uns ffür Mogli mit Verzicht auf die Velos. Nachtplätzli Flüelapass.

 

21.6. Günstigen Diesel bunkern wir in Samnaun. Am Reschenpass begrüsst uns ein Schilderwald mit Wohnmobil Verboten. Nachtplätzli in Glaus auf einem grossen PP.

 

22.6. Merans Gassen quellen über vor Leben. Nach einer Pizza flüchten ins Valle di Fiemme. Nachtplätzli  am Wasserfall.

 

23.6. Die Dolomiten hoch über uns. Nachtplätzli am Passo Rolle mit toller Aussicht auf das gewaltige Bergmassiv.

 

24.6. Spontan buchen wir die Fähre ab Ancona, da wir keine Lust auf die Touri Invasion entlang der kroatischen Küste haben. Nachtplätzli am Teich in der Nähe von Rosolina.

 

25.6. Der Bär steppt an den Stränden der Adria. Alles voll. Nur 50m vom Strand finden wir in einem kleinen Park unser Nachtplätzli mit Bänkli. Strandlauf, Schwimmen, Lesen, Boggia spielen. Herz was willst du mehr?

 

26.6. Das Nachtplätzli wird uns heute zugewiesen. Wir sind auf der Fähre Richtung Durres.

 

27.6. Albanien hat uns wieder! Leki besorgen, Karte studieren. Der Ad Blue Verkäufer wittert das grosse Geschäft mit den ankommenden Touris. Er will die 10 Liter sofort einfüllen und 35 Euro dafür. Moment! Wo ist das Preischild, oder eine Preisliste? Mein Gefühl sagt Nein, er packt seinen Kram weg und wir düsen 2 Km weiter und bekommen 10 Liter für 8 Euro. Eine kurvige Bergstrasse windet sich nach Kruje von hier wollen weiter Burrel. Gemäss Karte eine fahrbare Strecke also ganz nach oben. Und dann wird es rumplig. Nur noch 14km. Für Pws nicht fahrbar, diese drehen um. Erst mal schlafen – wir sehen morgen weiter.

 

28.6 Per Pedes erkunden wir die Strecke. Wir wagen einen Versuch mit Allrad und Untersetzung. Kein Problem  bis die Strasse durch einen Erdrutsch verschüttet ist. Hier führt ein Behelfweg durch eine Waldschneise. Steil und staubtrocken. Ok doch die Kurve zur Einfahrt ist für unseren Mogli schlichtweg zu schräg und zu steil. Wir befürchten seitlich wegzurutschen und brechen das Ganze 10km vor dem Ziel Burrel ab. Umdrehen geht glücklicherweise mit mehreren kleinen Manövern. Und nun sind es nur noch 106 Km bis Burrel. Nachtplätzli bei 4 riesigen verlassenen Tanks mitten in der Bergwelt.

 

29.6. in der Falle hocken wir am Ulez Stausee und blockieren den PP zu einem Café. Ganz easy und entspannt, keiner stört sich daran. Die Neuankömmlinge stellen ihr Auto einfach noch hinten an. Alles ist vollkommen zugeparkt. Na ja, gehen wir halt schwimmen mit den Lokals. Thats Albania live. Und geraume Zeit später geht es los. Plötzlich hat jedes Fahrzeug einen Besitzer und das Ganze wird entwirrt. Wir sind wieder frei. Kurz nach Barrea entdecken wir einen Fluss mit Zufahrt. Wir bleiben.

 

30.6. Am Fluss mit einem traumhaften Schwimmbecken zwischen den Felsen. Herrlich. Ein Pastor und seine Frau kommen mit 28 Kindern aus benachteiligten Familien zum Baden. Wir haben einen Riesenspass mit den Kids und bleiben noch eine Nacht.

 

01.7. Die Einreise nach Macedonien erfolgt problemlos. In Debar werden wir von einem jungen Mann angesprochen, wir dürfen sein Internet nutzen und er gibt uns nützliche Informationen über Preise Routen etc. Am Marovi See finden wir unser Nachtplätzli.

 

02.7. sieht verlockend aus – die Strasse dem Matka See entlang. Ob wir da durchkommen werden wir morgen herausfinden. Erst mal Fische essen und am Bach schlafen.

 

03.7. Tolle Ausblicke bietet die Fahrt dem Bach und oberhalb vom See entlang. Die Kurven durch die Kalkfelsen ist beeindruckend. An einem Tor werden wir gestoppt. Einbahnverkehr. Nach 1 Std warten können wir losfahren und sind wirklich dankbar, dass uns keiner entgegenkommt. Eng aber wunderschön. Im Stossverkehr durch Skopje und zum Matka Canyon. Diesern erkunden wir per Pedes und bleiben über Nacht auf dem PP:

 

04.7. Wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Wir hangeln uns Meter um Meter durch 5 Grenzkontrollen um nach Bulgarien einzureisen. Das ist jedoch unser kleinstes Problem. Mogli macht uns Sorgen. Sein Motor tönt wie ein Traktor. An der Grenze versuchen eine Fahrerlaubnis für über 3.5t zu erhalten. Dies geht nur als Streckenabschnitt der vorab festgelegt werden muss und die Dame hat gar keine Lust uns behilflich zu sein. Mann oh Mann, unsere Nerven!!!  Wir trauen uns nicht weiter zu fahren mit dem röhrenden Motor und wollen bei einer Haltebucht stoppen. Da gibt es einen Knall und der Mogli tönt wieder normal. Wir verstehen die Welt nicht mehr. Wir rollen mal vorsichtig in den nächsten Ort an einen Fluss. Erst mal schlafen.

 

05.7. Kein Rila Kloster. Die Toll Gebühren zum Rila Kloster sind bezahlt. Doch daraus wir nichts. Kurz nach dem Start erscheint eine Display Meldung von erhöhter Temperatur und nach einem Blick in den Motorraum trifft uns fast der Schlag. Der Knall gestern! Das Kühlsystem ist geborsten! Wir sind nudelfertig! Wir müssen nach Sofia! Toll zahlen, auf die Autobahn um Anstiege zu vermeiden und ganz langsam (immer wieder mit Unterbruch zum Abkühlen des Motors) bewegen wir uns Richtung Sofia. Im Mercedes Truck Werk öffnet uns der Pförtner zum Glück das Tor, obwohl Feierabend ist. Wir sind k.o. Erst mal schlafen.

 

 

Wir lassen uns in Sofia häuslich nieder. Was bleibt uns sonst übrig? Kennen mittlerweile die junge Zigeunerin mit ihren 4 kleinen Kinder. (immer ein Jahr Abstand). Kennen den kuriosen Typen mit dem Glanzanzug und den Kniestrümpfen, die Bettler und die Rentner (200Euro/Monat) die sich mit ihren kleinen Renten mühsam durch den Alltag schlagen. Nehmen uns in Acht vor den Halbstarken, die uns beobachten, auf Beute aus sind. Wissen, dass die Fahrer uns kein Busticket verkaufen wollen. Erhalten hilfreiche Auskünfte mit Händen und Füssen. Frische Früchte und Gemüse werden liebevoll an den Marktständen präsentiert. Und dann - endlich - die Ersatzteile für Mogli sind eingetroffen und der Mechaniker gibt Vollgas damit er noch vor dem Wochenende fertig wird. Auch im Büro wird noch eine Überstunde für uns eingelegt. Sehr freundlich.

 

bilder folgen und weitere Berichte folgen