2021 Griechenland Sept. bis Okt.

 

29.08. Festgefahren im Sand unsere erste Handlung am griechischen Strand. Zum Glück haben wir Mogli, Luft ablassen, Sperren rein und raus aus dem Sand. Was haben wir gelernt? Auch mit Mogli nie zu tief rein. Ein Platz unter Bäumen lockt zum Bleiben. Hier ist bereits einiges an Weissware, ein Grieche kommt angestürmt und meint, dieser Platz sei nur für Griechen. Na super! herzlich willkommen in Griechenland¨! Wir bleiben zum Trotz 2 Nächte.

 

 

31.08. Die Leiter geklaut im Hafen von Stavros. Wir wollten ein wenig Nachtleben, griechisch essen und nicht mehr fahren. Um 2 Uhr nachts war die Leiter weg. Super!!

 

01.09. Die Suche nach der Leiter am Morgen hat sich gelohnt. In einem Gebüsch wurden wir fündig. Ufff… Wir fahren nach Ierissos, wo wir wiederum einen schönen Platz am Strand finden.

 

02.09.  Ormas Pangias Toller Strand – wir bleiben 2 Nächte.

 

 

04.09. Alles ist unterwegs die Strände sind überfüllt. Dank Allrad finden wir über eine holprige Piste einen einsamen Strand für uns.

 

05.09. Toroni Auch hier schöner Strand mit bizzarren Felsformationen, Sonnenuntergang inklusive.

 

 

06.09. Die Griechen wollen uns nicht. Die Küste von Chalkidikki ist touristisch. Wir beachten die vielen Camping Verbots Schilder und suchen andere freie Plätze. Dennoch werden wir heute 2 Mal vertrieben. Schliesslich finden wir über eine Piste ein einsames Cliff mit herrlicher Aussicht und einem kleinen Pfad zu einem verborgenen Sandstrand. Perfekt!

 

07.09. Hier dürft ihr nicht stehen so werden wir am Morgen begrüsst. Dies sei ein Privatgrundstück. … Wenn das so weitergeht…., immerhin handeln wir für heute einen Deal aus und dürfen bis am Nachmittag bleiben. Vor den Toren Thessalonikis parken wir bei einem Picknickplatz am Meer. Und abends geht’s los: bis in die Nacht hinein dürfen wir Haschgerüche einatmen und das elektronische Technobumbum kostenlos geniessen.

 

 

08.09. Frühmorgens fahren wir in die Stadtmitte mit dem Gedanken einen Parkplatz zu ergattern. Natürlich sind wir zu spät. Ein deutscher Camper spricht uns an und wir können seinen Nachtplatz auf einem engen vollgeparkten PP nach Milimeterweisemanövrieren übernehmen. Dann geht’s bei Nieselregen ins Stadtgewühl, auf den Berg, zum weissen Turm, Moussaka essen und auf den PP zum Schlafen. Herrlich ruhig.

 

 

09.09. Südwärts nach Makrygialos. Wieder am Sandstrand und hinter den Dünen ein wundervolles Schlammbad und vor uns der weisse Sand und herrliches Meer. Herz, was willst du mehr?

 

10.09. Wir haben Krach mit den Mücken, trotzdem bleiben wir noch eine Nacht.

 

 

11.09. Der Olympos NP ist unser heutiges Ziel. Weg vom Meer Richtung Berge. Der Fernwanderweg F4 führt hier vorbei. Schuhe an und erst mal auf den Hügel, dann in die Schlucht. Bisschen Bewegung ist doch immer gut.  In, ….. einem wunderschönen Bergdorf verbringen wir mit toller Aussicht die Nacht.

 

 

12.09. Artgerechte Haltung von Mogli ist heute angesagt. Eine schmale kurvige Offroadpiste führt uns 22 km entlang der Bergflanke mitten ins Gebirge zum Refugio Christakis. Hier begrüsst uns ein Hund. Das junge spanische Paar hat ihn in der Hütte eingesperrt vorgefunden. In dieser Höhe ist es kalt und einfach schön.

 

 

13.09. Nebel umhüllt die Gipfel vom Skala und vom Skolio. Wir überlegen ob wir bei diesem Wetter diese Gipfel besteigen sollen, warten erst mal ab und beschliessen dann es zu wagen. Thomas, ein Deutscher ist mit von der Partie und ebenso Foxi, der Hund. Der Gipfel belohnt uns mit tollster Aussicht, Nebelschwaden von allen Richtungen und blauem Himmel. Was für ein Erlebnis. Foxi geniesst die Aussicht mit uns. Nachts wird es bitterkalt aber wir schlafen herrlich.

 

 

14.09. Schweren Herzens trennen wir uns von diesem Ort und von Foxi. Was geschieht mit ihr, wenn wir weg sind? Wir lassen ihr frisches Fleisch zurück, doch als wir losfahren, folgt sie uns. Wir können sie nicht hier zurück lassen. Im Schritttempo fahren wir (Thomas mit Foxi im Schlepptau) herunter Richtung Dorf. Auf einer Anhöhe übernachten wir erst mal mit Foxi als Wachhund.

 

 

15.09. Abschied von Foxi im Dorf finden wir einen älteren Mann, der Foxi adoptiert. Wir hoffen, dass die beiden harmonieren. Unser nächstes Ziel ist ein PP zum Aufstieg zum Mytika. Treffen auf eine coole Truppe und verbringen einen netten Abend.

 

 

16.09. Auf den Mytikas geht es steil bergauf… Schritt für Schritt. 3 Stunden auf 2918m zum Gipfel. Herrliche Aussicht auf die Berge der Götter. Stolz tragen wir uns ins Gipfelbuch ein. Am Abend fahren wir die kurvige Strasse hinunter um unter Mammutbäumen zu nächtigen.

 

 

17.09. Zipporo tönt harmlos, hat es aber in sich. In Volos fahren wir an einer vollbesetzten Terrasse vorbei. Hier isst man sicher gut – also parken und hin. Der Kellner stellt vier Gläser und einen Liter Wasser auf den Tisch, füllt 2 Gläser mit Schnaps und verschwindet wieder. Keine Karte? Danach bringt er 4 Platten mit Fisch. Leeecker! Durch die Einheimischen erfahren wir folgendes: 2 Zipporo bestellen und es gibt die nächsten 4 Teller. Ok, machen wir doch… Hicks… und nochmal 2!! Hicks. Irgendwie erreichen wir Mogli und fahren den nächstbesten Schlafplatz an. Gute Nacht… Hicks.

 

 

18.09. Waldbrände haben auf der Halbinsel von Euböa gewütet. Nach der Fährfahrt durchqueren wir die verbrannte Landschaft kilometerweit. Wir schlängeln uns durch schmale Strassen und enge Dörfer mit Ecken und Kanten. Die Bäume kratzen wieder einige Rillen mehr in Moglis Seitenwände. Eine kleine Bucht bei Nilefs mit einer steilen Abfahrt ist unser heutiges Ziel. Mit Thomas, Chrissie und Hund Ben geniessen wir den einsamen Platz bei Vollmond.

 

 

19.08. Durch enge Strassen mit noch mehr Kratzern, noch engeren Dörfer  fahren wir über die Berge ostwärts und übernachten auf dem Pass mit toller Aussicht um morgen an den Strand von Chiliadou zu fahren.

 

20.09. Wir finden den Weg nicht nach Kymi. Nach einem erholsamen Strandtag wird es schmaler, ruppiger, enger. Uns ist nicht mehr so ganz wohl auf dem Naturpfad. Ist das wirklich der Weg nach Kymi? Wir haben  genug von all den Kratzern. Was erwartet uns weiter vorne? Noch schmalere Strassen? Noch mehr Dörfer mit Kanten und Ecken? Wir gehen auf Nummer sicher und fahren dieselbe Strasse zurück zu unserem Nachtplätzli am Pass.  

 

 

21.09. Der Küste entlang Richtung Korinth. Anspruchsvoll sind wir geworden in Sachen Nachtplätzli. So nehmen wir wieder mal ein paar ruppige Offroadkilometer unter die Räder und werden belohnt. Eine einsame  Bucht – ganz für uns allein.

 

22.09. am Kanal von Korinth machen wir einen Mittagsstop. Danach fahren wir auf den Hausberg mit den Überresten mit imposanten Stadtmauern des alten Korinth. Schöner Sonnenuntergang und auf dem PP herrlich geschlafen.

 

 

23.09. Eindrücklich sind diese alten gewaltigen Mauern. Wir strollen einige Stunden umher. Gegen Abend besuchen wir das antike Theater von Epidavros.  EU Senioren bekommen Rabatt – wir nicht – wir sind Schweizer. Hahaha – ab heute sind wir Österreicher. Mit Blick auf die Halbinsel Methana übernachten wir am schönen Strand von Metamorphosi.

 

 

24.09. Den Kameno Vulkan von Methana besteigen wir und fahren wieder mal durch enge Spitzkehren bis an den Hafen von Ag. Theodori wo wir übernachten.

 

25.09. Nach Kiveri führt unser Weg einige Km über Land. Ruhige Nacht am Hafen.

 

26.09. Am Strand vor Astros können wir herrlich schwimmen und schlafen.

 

27.09. Enge Strassen durch die Berge führen uns nach Kosmas, wo wir auf dem Dorfplatz übernachten.

 

 

28.09. Mani wir kommen. Gespannt sind wir schon, wurden wir doch vor engen Dorfstrassen und kurvigen Bergstrassen gewarnt. Aber wir haben ja schon einiges hinter uns, da wird es schon passen. In Githio ist das Wrack der Dimitros. Cooles Teil!!

 

 

29.09. Nicht weit kommen wir heute und schon lockt der nächste schöne Sandstrand mit herrlich warmem Wasser und perfektem Nachtplätzli.

 

30.09. Der südlichste Punkt unserer Reise: Cap Tenaro. Ein Spaziergang zum Leuchturm mit Blick auf die grossen Tanker. Ruhige Nacht auf dem PP.

 

 

01.10. Ich muss raus zum Leuchtturm. Diese Morgenstimmung mit Sonnenaufgang lasse ich mir nicht entgehen. Im Laufschritt zum Turm und auf den Hügel. Wow!! Hat sich gelohnt. Danach fahren wir nach Pirgos Dirou. Hier ist die sogenannte Strausseneierbucht. Runde weisse und grüne Steine direkt unterhalb vom gut besetzten Stellplatz.  Trotzdem bleiben wir 2 Nächte.

 

 

03.10. Nur noch Ruinen sind viele dieser verlassenen Mani Dörfer. Spannend ist es einen Blick in diese Mauern zu werfen mit Überbleibsel als Zeugen vergangener Zeiten. Dazwischen ein Neubau, vermutlich als Feriendomizil ausgebaut. Wir fahren heute so einige Kilometer ins Landesinnere und übernachten  auf einem Bergpass.  

 

 

04.10.  Keine Vorräte mehr wir müssen einkaufen in Sparti. Versuchen Käse, Würste und lassen uns von Süssigkeiten verführen.  Das Ganze verstauen und weiter nach Mystras. Beinahe ein Must in Griechenland und es lohnt sich wirklich diese alten Mauern zu besichtigen. Als Österreicher bekommen wir sogar Seniorenrabatt und das Schweizer Impfzertifikat wird auch genaustens unter die Lupe genommen. Danke lieber Kassierer. Die Kirchen beeindrucken mit ihrer Bauweise und den Innenräumen mit Wandmalereien. Natürlich wollen wir einen besonderen Übernachtungsplatz, wenn möglich mit Aussicht. Also ab ins Gelände und – ufffffff – bergauf, einige Kurven kratzen wir nur mit Korrektur, einfach zu eng aber unser geliebter Mogli schafft das!

 

 

05.10. Kurven kratzen beim bergabfahren, langsam… korrigieren… geschafft!  Nordwärts Richtung Leondario. Herrliches Nachtplätzli in der Natur bei einem Kirchlein – gaaanz allein also Musik mal richtig aufdrehen.

 

06.10. Zurück nach Kalamta Die Wetterprognose sieht nicht so rosig aus. Westlich von Kalamata finden wir einen geschützten Platz unter hohen Bäumen. Hier treffen wir Olaf und Kerstin. Mit ihrem Oman sind sie seit 18 Monaten unterwegs. Tagsüber erkunden wir die Gegend: Auf den Feldern finden wir LKWs, Trekker, Früchte, Gemüse. Im Ressort entdecken wir den Kaffeeautomaten und abends gibt’s unter den Bäumen Weinproben. Wir bleiben 2 Nächte.

 

 

08.10. Verfahren haben wir uns auf dem Weg zum Polilimo Wasserfall. Unser Navi hat uns über Stock und Stein auf die gegenüberliegende Seite der Schlucht geführt. Doch von hier gibt es leider keinen Pfad runter. Na ja, verbuchen wir das mal unter artgerechte Fahrzeughaltung. Zurück auf die Teerstrasse und wie alle normalen Menschen zum PP vom Wasserfall. Schlechtwetter ist angekündigt

 

09.10. Ein Fetzen blauer Himmel also los runter zum Fall. Der Weg ist ganz schön glitschig aber die kleinen Pools in den grünen Oasen sind wunderschön. Wir sind ganz allein am Fall und ein eiskaltes Bad liegt drin. Wir schaffen's nicht trocken zum Mogli, diesmal kommt die Flut von oben. In Koroni grüssen uns alle  – die Frau im Auto verwirft die Hände, der nächste tippt sich mit dem Zeigefinger an den Kopf, im Dorf winken sie wie verrückt und die nächsten stoppen uns.. was haben die denn nur? Klar, da gibt es einige Ecken und enge Stellen, aber wir sind nun schon mitten im Dorf und umdrehen geht gar nicht. Schlussendlich lassen sie uns durch – geht doch!!! Parken am Hafen, jedoch bleiben werden wir nicht, zu unfreundlich war die Begrüssung.  Wir fahren Richtung Methoni und in Finikounda an den Strand. Wunderschöne Abendstimmung.

 

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