Auf und davon nach..... Spanien Nov. 2023


Nach einem Sommer zu Hause bedingt durch Sanierungsarbeiten beginnt ein neues Abenteuer.  Mogli wird unser Daheim und wir starten in Spanien dann Richtung Marokko und Mauretanien um so den Winter zu verbringen. Begleit uns auf unserer Reise - wir wünschen dir viel Spass dabei.

29.10. Noch immer ungewiss ob der Berninapass geöffnet wird. Trotzdem fahren wir um 17 Uhr los über Davos ins Engadin. Der Pass bleibt geschlossen und für Norditalien ist Hochwasser angesagt. Toll! Unsere neuen Xenon Scheinwerfer sind cool, endlich haben wir auch bei Nachtfahrt vernünftiges Licht, das nutzen wir aus und fahren durch nach Samnaun um Diesel zu bunkern.

30.10. Reschenpass, Südtirol Richtung Gardasee. Übernachten im strömenden Regen im Kieswerk auf einem PP.

31.10. Es pisst was der Himmel hergibt. Am Gardasee entlang, enge Strasse, schmale Tunnels, seitliche Felsüberhänge und die Scheibenwischer in voller Action schlängeln wir uns durch nach Rivergaro in die Sonne. Das Flussbett ist kein Bett mehr sondern eine Flusslandschaft. Toller Schlafplatz.

01.11. Enge Bergstrassen machen Spass vor allem da es nicht mehr regnet und kein Gegenverkehr kommt. In einem Vorort von Genova mampfen wir die obligate italienische Pizza und übernachten auf dem PP.

 

 

02.11. Der Sturm tobt und um die Ohren während unserer Überfahrt nach Barcelona. Kein Schwein setzt sich dem Wind auf Deck aus. Wir sind froh um unsre Kabine.

03.11. Barcelona. Wow was für ein Anblick! In Sante Eulalia dürfen wir uns bei unseren Freunden Martha und Victor in ihre Haselnussplantage stellen. Danke ihr Lieben.

04./05.11.  Ab ins Gewühl Barcelonas. Mit dem Bus ins Zentrum. Überall finden wir Gaudis Spuren. In den Ramblas (Altstadt) reiht sich ein Cafe ans andere, entlang der Promenade präsentieren Künstler ihre Bilder und die Karikaturisten wetteifern um Kunden. Eintauchen in das südliche Flair der Strandpromenade, mit einer feinen Paella beschliessen wir den Tag. Barcelona wir lieben dich.

 

 

06.-09.11. Hängengeblieben sind wir auf der Farm bei unserer spanischen Familie. Wir werden eingeladen länger zu bleiben, verwöhnt, bewirtet,  es ist unglaublich. Mit dem Schwein Pinky habe ich schon am ersten Tag Freundschaft geschlossen. Also Eicheln sammeln. Die Hühner verwöhnen wir mit dem zusammengerechten Laub. Der Wassermangel zwingt die Farmer zum Umplanen. So wurde ein ganzes Feld von Haselnuss auf Oliven umgestellt. Also Oliven pflücken. Und dann wollen noch die Granatäpfel gepflückt werden. Jeder Tag ist spannend und wir bekommen einen Einblick in den gut funktionierenden öko Betrieb. Das Holz der beschnittenen Bäume wird gehäkselt und fürs Heizen der Gebäude und des Pools benutzt. Dieser Pool ist eine Poollandschaft für die Feriengäste der 3 Appartements. Schwer fällt es uns diesen Ort und die Familie zu verlassen. Wir sehen uns wieder!

 

10.11.Leicht wehmütig fahren wir zum Kloster Montserrat. Hoch über uns ragt es majestätisch aus den Felsen. Ein paar Kurven und wir sind oben. Wandern und viel zu viele Klicks auf den Auslöser. So gewaltig schön sind sie - diese Berge –wir finden einen schönen Schlafplatz unter einer senkrechten Wand.

11.11. Eng und kurvig sind die Bergsträsschen durch dichte sattgrüne Pinienwälder nach La Riba. Im einzigen Lokal wollen wir Paella essen, wie auf der Tafel vor der Türe angekündigt. Keine Paella – nur Schnitzel oder Sandwiches. Also Schnitzel. Wir bekommen Leder, kauen uns die Backen wund,  Andreas würgt fettige Pommes und schlampigen Salat runter. Ich streike.  Plätzli mit Aussicht aufs Dorf.

 

12.11. Zum Glück ohne Gegenverkehr schlängelt sich der Weg über Prades nach Siruana. Hier übernachten wir am Staudamm.

13.11. Wow – Miravet, das kleine Dorf liegt wunderschön am Ebrofluss und darüber thront die Burg. Ein schmaler Wanderweg um Ecken und Kanten führt hoch. 1a Aussicht. Plätzli am Dorfrand.

14.11. Flamingos gibt es im Ebro Delta. Leider sehen wir die Riesenkolonie nur von weitem. Wir verbringen den Tag am Sandstrand wo es leider nicht gestattet ist zu übernachten. In Trabucador landen wir auf einem Stellplatz, voller Weissware.

 

15/16.11. Nur ein Vorgeschmack auf die kommende Küste war der volle Stellplatz letzte Nacht. Auch hier in Orpesa sind wir in bester aber angenehmer Gesellschaft. Velos runter und ab auf die Via Verde. Wow. Hat sich gelohnt.

17.-19.11. Castello, ein voller Stellplatz. Ein Womo am anderen, trotzdem fühlen wir uns wohl hier. Eine kleine Wiese mit Tischen und Bänken kein Lärm, Toiletten und endlose Velowege.

20/21.11. Zurück in die Berge, weg von der übervollen Küste. Doch zuerst Valencia, Antike und Moderne Gebäude. Durchs schöne Hinterland erreichen wir Bellus. Orangenbäume säumen den Weg. Hier finden wir in einer Olivenplantage (mit Erlaubnis des Besitzers) unseren Schlafplatz.

 

23.11. Bergauf- Bergab mit grandiosen Ausblicken auf den Bellares See. Mit Adleraugen versuchen wir ein Plätzchen am Ufer auszuspähen und werden fündig. Hier bleiben wir!!

 

24.11. Eiskalt war die Nacht. Brrrr. Gerne wären wir noch eine Nacht geblieben doch die Kälte treibt uns weiter … Und wir setzen noch einen obendrauf, fahren auf den Col de Rates. Wandern zum Gipfel Panya Talay: wow was für eine Aussicht!  Nachts angenehme Temperaturen – und der Vollmond!!!

 

 

25.11. Hoch auf dem Berg thront das kleine Dorf Castell de Guadalest mit der Burg und lockt scharenweise Besucher an, so auch uns. Sehr schön, touristisch aufgmotzt mit vielen kleinen Souvenir Shops. Auf dem PP dürfen wir übernachten.

 

 

26.11. Wieder an der Küste treffen wir auf die zahlreichen Überwinterer und nächtigen in Santa Pola am Strand.

27/28.11. Am Strand vor dem Leuchtturm von Cabo de Palos bleiben wir 2 Nächte. Schöne Sonnenuntergänge, relaxen, Velotour und einfach nur sein.

 

29/30.11. Starker Wind ist angesagt. Wir besuchen einige alte Minen, besichtigen ein Museum und kraxeln zur alten Mineneisenbahnstation. Danach flüchten auf einen Camping, Wäsche waschen, Mogli putzen, This und Ruth getroffen, Tapas gegessen, faulenzen und Reisegeschichten austauschen.

 

01/02.12. Sollen wir oder sollen wir nicht nach Mazzaran in die legendäre Schlangenbucht? Gesehen haben muss man sie. Also los. Wir sind Glückspilze und schnappen uns den einzigen freien Platz in erster Reihe. Der Sandstrand mit den Palmen ist wunderschön. Der Platz ist gut belegt – wie könnte es anders sein – aber ruhig und alles ist sauber. Mit This und Ruth erkunden wir die Umgebung und fötelet zwischen den Sandsteinfelsen fleissig drauflos.

 

03-4.12 Wilde Küstenlandschaft. Wunderschön. Kurz nach Aguilas finden wir über eine Piste einen Platz mit Aussicht und Pfad zum Strand. Einsam, allein und ruhig, strollen umher, entdecken einen alten Wehrgang, verlassene Orte, Höhlen und kleine einsame Buchten.

 

 

06.12. Der Küste entlang. Schlafplatz beim Playa dellas Muertos.

07.12. Verlockend sieht sie aus, die kleine Strasse auf der Karte. So erreichen wir Lucaninea della Torres. Torres – Türme oh ja die gibt es. Ein schönes Fotomotiv und dazu noch einen spannenden Herrschafts Lost Place. Klick,klick,klick.

 

08.12. Europas grösste Wüste. Die Tabernas mit Canyons, Sandsteingebirge, dem Fort Bravo, Mini Hollywood. Ok. Fort Bravo nehmen wir mit und die Show und die Westernstadt sind gar nicht so schlecht. Schade, dass wir kein Spanisch verstehen. Noch in den Canyon wandern und um Schlafen fahren wir auf den PP von Mini Hollywood

09.12. Eigentlich sollte es ein kleiner Morgenspaziergang werden, daraus wurden 2 Stunden. In den Canyon auf der anderen Seite hoch. Rundum ein grandioses Panorama. Wow!!! Erst am Mittag fahren wir los. Kein Auto weit und breit. Die Strasse gehört uns ganz allein, zum Glück denn sie ist eng und kurvig, das 5t Schild haben wir gefliessentlich übersehen. Die Aussicht ist phänomenal und der einsame Schlafplatz oberhalb von Castro de Filabres auf der Bergspitze ist nicht zu toppen.

 

10.12. Sternenklar ist die Nacht beim Observatorium. Hier lernen wir Brigitte und Hans mit ihrem Man kennen. Viel gereist sind sie, viel Spannendes zu erzählen haben sie. Es wird nie langweilig.

11/12.12. Zu den heissen Quellen von Zujar. Im Baza kaufen wir beim Bricolage Material um ein Bett umzubauen, im Macadena bunkern wir Vorräte und gut ausgerüstet erreichen wir um 19 Uhr bei Dunkelheit einen kleinen PP in der Nähe der Quelle. Eiskalt war die Nacht umso mehr schätzen wir die Sonne und die 22 Grad tagsüber sehr und das Bad in den heissen Quellen ist der Höhepunkt. Auch hier wieder Landschaft pur mit Sonnenuntergang.

13.12. Nicht sehr weit kommen wir heute bei bedecktem Himmel. Entlang dem See finden wir nach der Staumauer einen Platz mit Aussicht und verbringen den Nachmittag mit Faulenzen und ein bisschen herumstrollen mit Blick auf die herrliche Bergkulisse und den See.

 

 

14.12. Schönwetter ist angesagt für die nächsten Tage. Das brauchen wir auch denn die Gorafe Wüste lockt mit Canyons und Offroad Pisten. Ab in die Schlacht! Mogli ist in Hochform und wir natürlich auch. Es macht Spass diese einsamen Pisten entlang zu fahren. Einmal hoch am Berg entlang und dann durchs Tal. Birkenwälder, Stauden, kleine Bächlein ein verlassenes Gehöft und keine Menschenseele. In Villanueva dellas Torres erkundigen wir uns bei einem jungen Burschen nach dem Camino de los Campos Mones und ob dieser für uns fahrbar sei. Diese Piste führt in alle Richtungen und der Bursche zeigt auf die Einfahrt, also wird es wohl möglich sein. Traumhaft beginnt diese Fahrt ca. 15 km der Bergflanke entlang und dann kommt die Abfahrt in den Canyon. Tiefe ausgewaschene für uns zu schmale Spurrillen beunruhigen uns, auch die Spur ausserhalb der Rille ist zu schmal für uns. So quälen wir uns mit einem Reifen an der Bergkante, dem anderen knapp auf der einen Spur, mit Vorausgehen und Anweisungen ganz langsam den Steilhang runter. Hoffentlich wars das. Oh nein, denn schon nach 500m geht es wieder bergauf, dieselbe Situation. Wiederum Untersetzung rein, und mit Anweisungen diesmal bergauf. Erleichtert atmen wir beide auf. Wir (Mogli) habens geschafft. Belohnt werden wir mit einem traumhaften Schlafplatz.

 

15/16.12. Trotz Faulenzertag wird ein Brot gebacken und dann legen wir so einige Km per Pedes zurück. Allzu schön ist diese Gegend und kein Mensch weit und breit.  Stühle raus, in der Sonne sitzen, Alleinsein und Natur geniessen. Herz was willst du mehr wir hängen noch eine Nacht dran.

 

17.-18.12. Wir werden verarscht das Navi zeigt uns den Weg an… brav, brav, es wird enger und enger, durch Feld, Wiesen- und Waldwege geht ja noch, dann die Olivenbäume. Mogli fängt sich noch ein paar Kampfspuren mehr ein. Doch dann… mitten im Weg grosse Steinbrocken, kein Durchkommen mehr. Umdrehen, Weg suchen, finden, dem Navi einen kritischen Blick zuwerfen, dann kommen wir in Gorafe an. Hier fühlen wir uns wohl, verbringen 2 Tage mit Wandern. Mit Melitta, Franz, Holger und Bettina werden unter viel Gelächter Reisegeschichten ausgetauscht. 

 

19.12. Besuch aus der Heimat. An einer grossen Tankstelle mit Hotel und Restaurant warten wir auf Fabio. Schlagen uns den Magen voll, Duschen und waschen und relaxen.

20.12. Die Bergstrasse ist kurvig und eng und wie schon oft tolle Bergwelt. In Lanjaron übernachten wir an einem einfachen PP an der Strasse.

21.-24.12. Nerja ist ein schönes Dorf am Meer mit viel Tourismus und entsprechend Betrieb. Vor allem jetzt, um die Weihnachtszeit ist jede Strasse, jede Ecke, jeder Laden reichlich mit Glanz und Glimmer geschmückt. Konzerte und ein Rummelplatz für die Kids lockt die Besucher auf die Plätze und in die Gassen. Nach unserem Besuch in den wirklich schönen Tropfsteinhöhle geniessen wir den Camping zusammen mit Engländern und einem kleinen Trüppchen Schweizer.

 

noch ein paar Eindrücke von Nerja mit dem schönen Strand

 25.12. Rückflug verpasst diese Nachricht erhalten wir von Fabio während wir abends im Torcal NP durch die vielen Steinformationen wandern. Da hier Camping Verbot ist übernachten wir weiter unten auf einem PP.

 

26.12. Leicht beunruhigt sind wir, dennoch beschliessen wir früh am Morgen durch die grandiose Steinlandschaft zu wandern in der Hoffnung, dass F einen Flug bekommt. Unbeschreiblich ist diese skurile Landschaft. Plötzlich thront über unseren Köpfen ein Fels wie ein mahnender Finger senkrecht in die Höhe, vor uns eine gewaltige Wand mit allen möglichen Felsformationen, dann kommen die Pancakes, schön, rund und flach gestapelt. Ein toller Anblick!!  Klick, klick, klick... das Handy läuft heiss!

 

Nach El Chorro mogeln wir uns durch ein enges Dorf 5cm links 5cm rechts zu den Häusern und den Balkonen. Geht grad so knapp, die Fahrer hinter uns habe eine Mordsgeduld während wir um Ecken und Kanten manövrieren. So erreichen wir am Abend den Kiosk für den Camino. Vom PP werden wir um 19.30 Uhr weggeschickt, so übernachten wir an einer Parkbucht an der Strasse. 

27.12. Reservation zwingend erforderlich so heisst es für den Camino del Rey. Auf gut Glück wandern wir früh am Morgen zum Eingang und tatsächlich erhalten wir ein Ticket. Entlang der Felswand führen die Holzstege durch die beiden Canyons. Eine spannende Erfahrung und den Preis von 10Euro pro Person wert. Am Nachmittag fahren wir nach Ronda. Eine gewaltige Steinbrücke führt über den Canyon vom einen Stadtteil in den anderen. Es glitzert und glimmert in den kleinsten Gassen, leise Musik ertönt und jedermann scheint unterwegs zu sein. Auf dem nahen PP verbringen wir eine ruhige Nacht.

 

28.12.  Gemütlich  tukern  wir durch die Bergstrassen,  dann kommt der Schock… wiederum geht es schief und F hängt am Flughafen von Malaga fest.  Planänderung. Wir fahren auf direktem Weg zur Küste um gutes Internet zu haben. Von der schönen Landschaft bekommen wir leider nicht mehr sehr viel mit, viel zu sehr sind wir nun Troubleshooting fixiert. PP mit Netz irgendwo.

 

29.12. Aufatmen F ist auf dem Weg in die Schweiz, ein Stein fällt uns vom Herzen und wir fahren nach Gibraltar. Roter Doppelstockbus, rote Briefkästen, rote Telefonkabinen und englische Pubs. Nur die schwarzen Taxis fehlen. Bezahlt wird in Pfund, abgezockt in Euro. Der Preis für die Bahn auf den Rock ist viel zu hoch, da gehen wir lieber fein futtern. Eine endlose Schlange bildet sich vor dem Grenzübergang zurück nach Spanien. Wir übernachten auf dem HafenPP mit vielen anderen Campern.

30.12. Bei Carlos kaufen wir die Tickets. Algeciras – Tanger. Danach ins Shopping Center dicke einkaufen und um 16 Uhr geht es auf die Fähre. Bei Ankuft dunkelt es ein und bis die ganzen Zollformalitäten mit Scannen etc erledigt sind ist es 21 Uhr. Wir übernachten auf dem PP.

 

  1. Marokko wir kommen